Sankt Georg - Seelscheid


 

Herzlich Willkommen

 

bei der katholischen Pfarrgemeinde

 

Sankt Georg in Seelscheid

 




Unsere Gremien und Gruppierungen


Unsere Einrichtungen


Angebote


Offene Kirche St. Georg

Um Gläubigen oder Suchenden die Möglichkeit geben, auch außerhalb der Gottesdienstzeiten zu einem stillen Gebet oder zur Einkehr in unserer Kirche zu verweilen, ist die Kirche St. Georg zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montags bis Freitags von 7.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr

Samstags von 7.00 Uhr bis nach der Messe, ca. 18:30 Uhr

Sonntags von 9.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

Gerne können Sie die Kirche auch einfach nur besichtigen. Wir bitten Sie, sich dabei mit Respekt vor unserer Religion und evtl. anwesenden Gläubigen ruhig zu verhalten, keine Speisen und Getränke zu verzehren und den Altarraum und die Stufen zu den Seitenaltären nicht zu betreten.


 

 

                     >> zur alten Internetseite der Pfarrgemeinde St. Georg


Impressionen


18.11.2019

500-jähriges Glockenjubiläum in St. Georg (1519-2019)

 

Im Glockenturm der Kirche St. Georg in Seelscheid hängt eine der ältesten Kirchenglocken in der Region.

 

Die 775 kg schwere „Georgsglocke“ (Durchmesser 108 cm) wurde im Jahr 1519 durch den Glockengießer Heinrich II. von Overraide (heute Overath) gegossen.

 

Sie trägt folgende Inschrift:

Georgius Heischen ich (Georgius heiße ich)

In Marien Ere Luiden Ich (Zur Ehre Mariens läute ich)

De Doden Beschrien Ich (Die Toten beweine ich)

Heinrich Overoid Guis Mich (Heinrich Overoid goß mich)

Anno Domini 1519 (Im Jahre des Herrn 1519)

 

Im Jahr 1942 wurde u.a. auch die Georgsglocke für Kriegszwecke beschlagnahmt und nach Hamburg transportiert, um eingeschmolzen zu werden. Während die damals größte Glocke, tatsächlich vernichtet wurde, konnte die Georgsglocke 1947 wohlbehalten wieder in die Gemeinde zurückkehren.

 

Am Sonntag, dem 17.11.2019 wurde 500-jährige Glockenjubiläum während des Gottesdienstes im Zusammenhang mit dem durch die Chorgemeinschaft St. Georg musikalisch gestalten Cäcilienfest gefeiert.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst >>beierte eine Gruppe junger Männer aus der Gemeinde mit den Glocken von St. Georg.

Herr Quentin Bröhl vom Rhein-Sieg-Anzeiger und der Rhein-Sieg Rundschau berichtete über die Jubiläumsglocke und gab uns die Genehmigung, den Artikel hier bereitzustellen. Unseren herzlichen Dank dafür.

Auch Herrn Helmut Amelung, Vorsitzender der Bürgerstiftung Overath gebührt Dank. Im Zuge seine Beschäftigung mit dem Glockengießergeschlecht "von Overrode" fiel ihm das Alter unserer Georgsglocke auf und er erinnerte uns an das Jubiläum der Glocke. Darüber hinaus stiftete er anläßlich des Glöckenjubiläums einhundert aus Laugenteig gebackene Glocken.


Download
Rhein-Sieg-Anzeiger - Der Klang von 500 Jahren
71-154029102.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.2 MB

Seelscheid, den 10. Februar 1942, Pfarrkirche Sankt Georg

 

Rede von Pfarrer Peter Simons, anlässlich der Glockendemontage für Kriegszwecke:

 

Gottesrufer!

Mit ehernem Mund tut ihr heute noch einmal kund, eurer heiligen Aufgabe Sinn:

Sursum Corda,- zum höchsten hin.

Zwingt euch des Vaterlandes Ruf, herabzusteigen und Notwender zu werden in der Waffenwerkstatt des Krieges, so soll doch euer Werden und Wirken unvergesslich sein.

Aus kleinen und kleinsten Gaben, gläubig froher Opfer-starker Besinnung, katholisch bergischer Art, seid ihr er standen. Und feierlich in der Glockenweihe am 25. März 1923 mit der Herz-Jesu Glocke, zu heiligem Einklang gekommen, in der gleichen Besinnung, mit den Fröhlichen jubele ich, mit den Traurigen klage ich.

Ihr aber in Freuden und Schmerzen richtet himmelwärts die Herzen.

Wo der Metallene Mund verstummt, da soll der festgehaltene Schall allen, die ihn vernehmen werden, nachhallend künden, wir trauen fest auf Gottes gnädige Huld.

Die wird uns lenken und zum rechten Frieden führen. Wenn Glaubenstreue, wahrer Opfersinn in Christi heiligem Opfer stets erneuert, in einem Klang in alle Herzen dringt:

Sursum Corda,- empor die Herzen.

 

Anmerkung: Die große Glocke wurde nach dem Krieg in Hamburg gefunden und kehrte nach Seelscheid zurück. Noch heute hängt sie im Kirchturm.



Pfarrgrenzen der Pfarrgemeinde St. Georg

Die katholische Pfarrgemeinde St. Georg Seelscheid gehört zum Pfarrverband Neunkirchen-Seelscheid.

Die Beschreibung des Pfarrgebietes wurde durch das Erzbistum Köln am 01. Januar 2016 urkundlich festgelegt.

Download
Urkunde über die Festellung der Pfarrgrenzen
Urkunde_Pfarrgrenzen_St._Georg_.pdf
Adobe Acrobat Dokument 356.3 KB


Geschichte der Kirche St. Georg

Die katholische Pfarrkirche Sankt Georg in Seelscheid bildet das Zentrum des alten Ortskerns "Berg-Seelscheid". Der Turm der Kirche ist das älteste erhaltene Gebäude in Seelscheid und stammt aus dem 12./13. Jahrhundert. An diesem Turm wurden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Gebäude mit unterschiedlichen Bestimmungen angebaut.

 

Der Vorgängerbau der heutigen Kirche war ein einfacher Kirchbau, der lange Zeit als Simultaneum, das heißt gemeinsam von der evangelischen und der katholischen Gemeinde am Ort, genutzt wurde. Erst als dieses Gebäude so starke Mängel aufwies, dass es abgerissen werden musste, wurde auch das Simultaneum aufgehoben. Mitte des 19. Jahrhunderts bauten nun beide Gemeinden eine je eigene Kirche. Doch nicht nur diese Begebenheit unterstreicht die besondere Situation in Seelscheid.

 

Für die Pläne zum Neubau der katholischen Kirche konnte der spätere Diözesanbaumeister des Erzbistums Köln, Vinzenz Statz, gewonnen werden. Statz, der zu den einflussreichsten Architekten der Neugotik gehört, war ein Glücksfall für die kleine Landgemeinde. Denn er konzipierte ein Bauwerk, das sich derart harmonisch an den mittelalterlichen Turm anfügt, dass dem Laien die 600 Jahre, die zwischen den Bauten liegen, kaum auffallen. Neben dem äußeren verdient auch das innere Erscheinungsbild der Kirche eine größere Aufmerksamkeit, als der "Dorfkirche"

bisher zuteil wurde. Umsichtige Pfarrer und Kirchenvorstände und das Glück, von den Zerstörungen des zweiten Weltkriegs verschont zu bleiben, haben bis heute das ungewöhnlich harmonische Bild der neugotischen Kirche bewahrt.

Zum 150. Geburtstag wurde dieses Kleinod am 23. September 2009 gebührend gewürdigt. Zu diesem Zweck wurde ein Kirchenführer konzipiert, der nicht nur die Historie des Bauwerks hervorhebt, sondern der dem Kirchenbesucher, der - wie viele Bewohner der Landgemeinde - zugezogen ist und/oder die Bildtraditionen und Riten des Christentums, respektive der katholischen Kirche, kaum noch kennt, solche Zusammenhänge erschließt. Es geht dabei um eine wohlverstandene Vermittlung kultureller Wurzeln, die wir für eine notwendige lokale Identitätsstiftung brauchen. Der Führer erschien zum Jubiläum und lag später in der Kirche aus.

Download
Kirchenführer St. Georg
Kirchenfuehrer_SanktGeorg.pdf
Adobe Acrobat Dokument 4.7 MB