Aktion Pfingstvögel


Foto: N. Andrea Mohr
Foto: N. Andrea Mohr

Liebe Familien,

liebe Gemeindemitglieder,

 

ich möchte Sie heute auf eine Pfingsttradition hinweisen, die Sie vielleicht auch gerne in Ihrer Familie aufgreifen möchten:

In Bonn gibt es die Bloggerin Andrea Mohr (Link), die sich unter anderem mit Rezepten und deren Hintergründe beschäftigt, die ins Kirchenjahr passen. Sie hat im vergangenen Jahr einen interessanten Beitrag zu einem Pfingstbrauch veröffentlicht, an dem ich Sie mit freundlicher Genehmigung von Frau Mohr hier teilhaben lassen kann. Der Beitrag soll Sie in diesen komplizierten Zeiten kurz aus den Alltagsgedanken ins wunderschöne Allgäu und vielleicht anschließend in die „Backstube“ entführen...

Andrea Mohr: „In Bayern gibt den Pfingstbrauch, zum Fest Allgäuer Brotvögel oder Heiligengeist-Krapfen als Pfingstgebäck zuzubereiten. Beide Gebäckarten haben die Form von Vögeln, wobei die Allgäuer Brotvögel nicht einfach nur zu Pfingsten auf den Tisch gestellt werden. Die Brotvögel wurden traditionell an Christi Himmelfahrt durch eine Luke im Kirchendach hinaufgezogen und zu Pfingsten durch dieselbe Luke in die Kirche geworfen – als Symbol für den Heiligen Geist der an Pfingsten auf die Gläubigen herabschwebte. Da es in manchen Überlieferungen heißt, dass der Heilige Geist in Form einer Taube gekommen sei, hat das Pfingstgebäck ebendiese Form. Offiziell wurde dieser Pfingstbrauch 1803 als „geistlose und zweckwidrige Zeremonie“ von der Obrigkeit verboten, da es unter den Gläubigen wohl zum Teil hoch her ging. Schließlich wollte jeder einen Brotvogel fangen. Das passt natürlich weniger zu einer Heiligen Messe. Nichtsdestotrotz hat sich diese Tradition in manchen Regionen bis heute gehalten und viele Pfarreien beleben diesen Brauch nun wieder und verschenken unter den Kindern Hefe- oder Brezengebäck in Form einer Taube. In Anlehnung an die Allgäuer Brotvögel, möchte ich Ihnen dieses Rezept vorstellen:




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Aktion Pfingstvögel 2020.pdf
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