Sankt Georg - Seelscheid


 

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bei der katholischen Pfarrgemeinde

 

Sankt Georg in Seelscheid

 



16.06.2022

Umgestaltung Kirchraum St. Georg - Seelscheid

 

Sehr geehrte Gemeindemitglieder der Pfarrgemeinde St. Georg,

 

in den letzten Jahren äußerten Gemeindemitglieder immer wieder den Wunsch, den Kirchraum unserer Kirche St. Georg flexibler zu gestalten. Der Ortsausschuss hat dazu eine Arbeitsgruppe gebildet und möchten Ihnen nun seine Überlegungen vorstellen:

 

Bereits während Zweiten Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1963 eine Erneuerung des Gottesdienstes und des liturgischen Raums eingeleitet. Liturgische Räume sollten zukünftig so gestaltet sein, dass eine gemeinschaftliche und tätige Teilnahme an der Liturgie gefördert wird. In der St. Georg-Kirche fördern die starren Bankreihen dieses Gemeinschaftsgefühl nicht. Manche Gottes-dienstbesucher fühlen sich verloren im Kirchraum. 

 

Mit einer durchdachten flexiblen Bestuhlung (und entsprechender Entfernung der Kirchenbänke zumindest in einem Teilbereich der Kirche) könnte dem gemeinschaftlichen Versammlungsgedanken um den Altar (Zweites Vatikanisches Konzil) Rechnung getragen werden und zugleich der Wegecharakter unserer Kirche erhalten bleiben. So würde eine halbkreisförmige Bestuhlung im Querschiff aus pastoraler Sicht die gemeinschaftliche und tätige Teilnahme fördern und das Zusammen-/Dazugehörigkeitsgefühl verstärken. Vor allem bei Gruppengottesdiensten und gottesdienstlichen Angeboten würde eine ganz andere Atmosphäre entstehen, die die Menschen erfahrungsgemäß mehr anspricht, als die Atmosphäre, die die starren Bankreihen ausstrahlen. 

 

Chorschranken, Kommunionbänke und andere den Altarraum vom Versammlungsraum des Volkes Gottes trennende Dinge sind in der neuen Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils, die die Gemeinschaft der Menschen mit Gott betont, nicht mehr erwünscht. Bis zur Liturgiereform 1970 war der Altarraum noch mit einer Chorschranke vom eigentlichen Versammlungsraum getrennt als Zeichen, dass hier der Ort des heiligen Geschehens der Liturgie ist, zu dem „Unbefugte“ keinen Zutritt haben. 

Die Entfernung der Kommunionbänke würde somit ebenfalls zu einem gemeinschaftlichen und offenen Raumgefühl und Messerlebnis beitragen.

 

Auch unser Beichtstuhl eignet sich aufgrund seiner Konstruktion nicht für einen  Empfang des Sakraments der Versöhnung im heutigen Verständnis. Beicht-gespräche soll so stattfinden dass nicht geflüstert werden muss, Sitzen möglich ist und Priester und Beichtende sich sehen können. Dementsprechend wurde der Beichtstuhl in den letzten Jahren kaum noch genutzt. Beichtgespräche finden meist in der Sakristei oder an anderen Orten statt. Heutzutage werden daher allgemein eher Beichtzimmer oder Gesprächsecken realisiert, in denen sich das Beichtgespräch unter günstigeren Umständen entfalten kann. 

Wenn der Beichtstuhl und die umstehenden Bänke aus St. Georg entfernt werden würden, entstünde hier Freiraum für eine kleine Gesprächsecke, die wiederum flexibel genutzt werden könnte.

 

Insgesamt würden wir im wahrsten Sinne des Wortes „Luft“ schaffen für eine lebendigere Nutzung des Kirchraumes während und auch außerhalb der gottesdienstlichen Angebote.

  • Gemeinschaft wäre anders erlebbar, z.B. „Dienstags mit Gott“, Weltgebetstag der Frauen, Wortgottesdienste in den Kar- und Ostertagen für Familien, Wortgottesfeiern für Kommunionkinder, Tauffeiern, kontemplatives Gebet, erweiterter Altarraum,….
  • Der Kirchenchor kann auch unten im Kirchenraum singen – es entsteht eine andere „Dichte“ im Gottesdienst, weil Chor und Gottesdienstgemeinde miteinander „kommunizieren“.
  • Kreative Aktionen können längere Zeit stehen bleiben und so auch für andere Gemeindemitglieder erlebbar werden, z.B. Stationenwege der Kommunionkinder oder Ausstelllungen und Aktionen zu Pfingsten, Ostern etc..
  • Es können eigene „Räume“ im großen Kirchraum entstehen, z. B. für die Taufe, die Erinnerung an Verstorbene, das persönliche Gebet oder für Gespräche
  • Die Kirche kann als Begegnungsraum auch außerhalb des Gottesdienstes genutzt werden (z.B. Konzerte, Chor mit Orchester, Beisammensein nach einem Gottesdienst).

Der Ortsausschuss ist sich bewusst, dass eine Umgestaltung des Kirchraumes für manche Gemeindemitglieder eine gewöhnungsbedürftige Vorstellung ist. Darüber hinaus stellt die Umgestaltung für die Kirchengemeinde St. Georg auch eine finanzielle Investition dar. 

Wir sind aber auch davon überzeugt, dass eine flexible Nutzungsmöglichkeit des Kirchraumes ein Gewinn für unser Gemeindeleben wäre. Sie bietet Freiraum für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Pfarrgemeinde und damit letztlich für den Erhalt unserer Gemeinschaft und unserer Pfarrkirche. 

Lassen Sie uns als Gemeindemitglieder gemeinsam diese Vision weiter ausgestalten und umsetzen. 

Wir freuen uns auf Ihre Meinung, konstruktive Kritik und Vorschläge zum weiteren Vorgehen.

 

Ihr Ortsausschuss St. Georg