Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen


Ein Chor für alle Fälle

1897 wurde der Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen von 25 jungen Männern gegründet; inzwischen ist er schon lange kein reiner Männerchor mehr und auch das Repertoire hat sich stark verändert. Neben mehrstimmigen Messen und anderen geistlichen Chorwerken aus mehreren Jahrhunderten singen wir gerne auch neues geistliches Liedgut und weltliche Lieder. Dazu lassen wir nicht nur in der Kirche sondern auch bei anderen Gelegenheiten die Stimmen erschallen. Zurzeit gehören rund 60 junge und im Herzen jung gebliebene Sänger zwischen 38 und 86 Jahren dem Chor an. Neben dem oft gelobten „schönen“ Gesang zeichnet den Chor auch ein gutes, fast familiäres Miteinander von Jung und Alt, Alteingesessenen und Neubürgern, Katholiken und Protestanten, aus. Jeder, der Lust am Singen hat, ist mittwochs um 20 Uhr zur Probe willkommen. 

© Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen / St. Margareta
© Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen / St. Margareta

Vorsitzende:

 

Marlies Müller-Reuter

 

Krummbachweg 3
53819 Neunkirchen-Seelscheid
Telefon: 02247  5660

E-Mail: marlies.mueller-reuter(at)web.de

 

 

Chorleiter:

 

Ulrich Röttig

 

53819 Neunkirchen-Seelscheid
Telefon: 02247 4766


wöchentliche Probe:

mittwochs 20.00 Uhr im Pfarrheim St. Margareta - Neunkirchen



Aktuelles


25.11.2020

270 Jahre Chorgesang wurden gewürdigt

 

„Ich bin dankbar, dass ich schon so viele Jahre dabei sein durfte und mit diesem tollen Chor schöne und besondere Auftritte hatte“, bekannte Marlene Teichmann, die jetzt mit weiteren Jubilaren im Rahmen eines Corona-konformen Wortgottesdienstes des Kirchenchors Cäcilia Neunkirchen geehrte wurde. Marlene Teichmann gehört dem Chor seit 25 Jahren an. Sie singt im Alt und gehört, so die Chorvorsitzende Marlies Müller-Reuter, zu den ganz Engagierten im Chor. Für 40 Dienstjahre wurde Chorleiter Ulrich Röttig geehrt. „Respekt, dass du das so lange mit uns ausgehalten hast“, kommentierte Müller-Reuter. Seine oft gerühmte Dynamik sei ihm bis heute noch nicht verloren gegangen. Er sprühe immer noch vor Ideen.

 

Auch Regionalkantor Norbert Schmitz-Witter ließ grüßen und gratulierte zum Dienstjubiläum. Im gleichen Jahr wie Röttig stießen auch die beiden Altistinnen Margriet Daniel und Christa Gast sowie Sopran Marianne Kolf zum Chor. Marianne Kolf begann ihre kirchenmusikalische Karriere bereits unter Willy Eich im Kinderchor, wechselte dann in den von Richard Mailänder geleiteten Jugendsingkreis und nach dessen Auflösung in den Kirchenchor. Christa Gast sang ebenfalls im Jugendsingkreis bevor sie zum Kirchenchor kam. Obwohl seit mehr als 30 Jahren Königswinterin ist sie dem Chor treu geblieben und gehört seit Jahren zum Vorstand. Margrit Daniel war 1980 gerade aus den Niederlanden zugezogen, als sie im Rahmen des Pfarrbesuchsdienstes von zwei Kirchenchorsängern ermuntert wurde einmal vorbeizuschauen. Sie kam und blieb. „Küken“ unter den Jubilaren war Hubert Demmer, der seit zehn Jahren den Tenor verstärkt und sich überall unentbehrlich macht. Als „Dienstälteste“ wurde Käthe Lange für 75 Jahre in kirchlichen Chören geehrt. „Dieser Einsatz ist mehr als ein Hobby“, schrieb Rainer Maria Kardinal Woelki ihr in einem Gratulationsschreiben. „Die erste Messe, die ich mitgesungen habe, war von Anton Faist“, erinnert sich die 90-Jährige. Die rüstige Jubilarin entstammt einer musikalischen Kölner Familie. Sie trat gleich nach dem Krieg als Jugendliche dem Kirchenchor von St. Kunibert bei und schloss sich später auch einer Musikgruppe an St. Agnes an. Als sie 1977 nach Heisterschoß zog, verstärkte sie den Happerschoßer Kirchenchor bis Ulrich Röttig sie abwarb. Bis heute singt sie begeistert in Neunkirchen mit und hilft im Team der Notenwarte.


16.11.2020

90 Jahre und kein bisschen leise

 

Das gibt es auch nicht alle Tage: Zum 90. Geburtstag konnte jetzt die Vorsitzende des Kirchenchors Cäcilia Neunkirchen, Marlies Müller-Reuter, einem aktiven Mitglied des Kirchenchors gratulieren. Käthe Lange aus Heisterschoß, die bereits auf eine lange Sängerlaufbahn zurückblicken kann, verstärkt seit 25 Jahren den Sopran des Neunkirchener Chores und sorgt seit beinahe genauso vielen Jahren im Team der Notenwarte für Ordnung in den Notenmappen. Corona-bedingt kam nicht der ganze Chor zum Gratulieren. Mit dem gebotenen Abstand überreichte Marlies Müller-Reuter ein kleines Geschenk und gratulierte herzlich. BU: Blumen für die Dame, in Corona-Zeiten an der frischen Luft und mit Abstand. Foto: Chor


29.09.2020

Gesang mit Flutlicht

 

Auch in Corona-Zeiten ist Singen im Chor noch möglich. Man muss sich nur zu helfen wissen. So erklang jetzt auf dem Sportplatz in Höfferhof „Musica die ganz lieblich Kunst“ und „Wenn am Himmel die Stääne danze“. Doch was da oben strahlte, waren noch nicht die Sterne, sondern die Flutlichtanlage. „Zum Ende der Freiluftsaison“ hatte sich der Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen noch einmal in größerer Zahl auf dem Sportplatz versammelt um sich – mit dem vorgeschriebenen Abstand - zwischen Fußballtor, Laufbahn und Sprunggrube freizusingen und quer durch das Repertoire die Lieblingslieder erschallen zu lassen. Weil es jetzt schon früher dunkel wird, sorgte Johannes Herchenbach mit der Flutlichtanlage für Erleuchtung. Das gab dem Ganzen eine besondere Atmosphäre. Der kleine Fan-Club, der regelmäßig beim Sportplatz-Singen zuhörte, war inzwischen schon angewachsen und bedauerte ebenfalls das Ende der Saison. Vielleicht sieht und hört man sich ja irgendwann mal in der Kirche wieder. BU: Auf Abstand und mit Flutlicht auf dem Sportplatz: dem Kirchenchor machte das Singen in dem besonderen Rahmen viel Spaß. Foto: Chor


09.08.2020

Mit Frosch im Hals am Fußballtor - Kirchenchorsänger sangen sich zur Abwechslung auf dem Sportplatz frei

 

„Herr, du bist da, wenn wir uns hier versammeln“ und „Vive l’amour“, erklang es zwischen Fußballtor, Sprunggrube und Laufbahn. Nach langer Corona-Pause freuten sich die Sänger des Kirchenchors, endlich wieder einmal gemeinsam singen zu können. Keine Probe, sondern nur ganz zwanglos. Viele hatten schon ungeduldig darauf gewartet, und die ersten Diskussionen „Wann proben wir wieder?“ waren aufgekommen. Aber bei drei Metern Seitenabstand und vier Metern nach vorne und hinten in geschlossenen Räumen beziehungsweise mindestens zwei Metern Abstand nach allen Seiten im Freien war dem Chor sinnvolles Proben nicht möglich. Zudem: wozu proben ohne Aussicht auf eine Aufführung? Also musste ein Kompromiss her. Die Chorvorsitzende Marlies Müller-Reuter fragte bei der Gemeinde an und erhielt die Genehmigung zum Singen auf dem Sportplatz Höfferhof. Die Sänger erschienen in großer Zahl und sangen sich mit Abstand – Platz war reichlich vorhanden – quer durch das Repertoire. Obwohl einige zunächst noch „mehrere Frösche im Hals“ hatten, merkten sie doch, wie gut das gemeinsame Singen tat. Auch einige Zuhörer fanden sich ein, die sich an dem Gesang erfreuten. Quelle: Kirchenzeitung im Erzbistum Köln BU: Auf dem Sportplatz Höfferhof hatten die Sänger genügend Platz um auf Abstand zusammen zu singen. (Foto: CG)

 


09.07.2020

Vom Winde verweht

 

Drei Monate ohne gemeinsames Singen schlagen auch dem geduldigsten Sänger aufs Gemüt. So traf sich nach langer coronabedingter Probenpause der Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen kürzlich zu einem kurzen „Plausch auf Abstand“ vor der St. Margareten-Kirche. Da nicht alle Sänger am Ort wohnen, hatten sich einige schon länger nicht mehr gesehen und dementsprechend Gesprächsbedarf. Die gemeinsamen Proben und Auftritte, überhaupt die Gemeinschaft, fehlen vielen. Aber bei den von der Landesregierung geforderten drei Metern Seitenabstand zwischen den Sängern und vier Metern Abstand nach vorne und hinten in geschlossenen Räumen beziehungsweise mindestens zwei Metern in alle Richtungen im Freien ist für den Chor ein vernünftiges Proben nicht möglich. Aber ein Chortreffen ganz ohne Gesang geht dann doch nicht. Also nutzte man - trotz des stürmischen Wetters - die Gelegenheit Chorleiter Ulrich Röttig ein südafrikanisch-deutsch-irisches Namenstagsständchen zu singen, das dann „vom Winde verweht“ über die City von Neunkirchen klang.

 

Dabei merkten die Sänger wie gut es tut, endlich wieder einmal zusammen zu singen. Daher wurde beschlossen, demnächst einen Versuch auf dem Sportplatz Höfferhof zu wagen, wo reichlich Platz vorhanden ist. Die Chor-Vorsitzende Marlies Müller-Reuter ist zuversichtlich, dass der Antrag von der Gemeinde wohlwollend geprüft und genehmigt wird. Wenn diese Aktion unter Einhaltung der Regeln funktioniert, gibt es bestimmt auch ein Wiederholung. BU: Mit Abstand sang der Chor auf dem Kirchplatz ein Ständchen für den Chorleiter.

 


16.06.2020

Was wäre der Chor ohne „Inaktive“? - Kirchenchor freut sich über Unterstützung

 

Schweren Herzens mussten sich die Sänger*innen des Kirchenchors an St. Margareta von all den schönen Plänen in diesem Jahr verabschieden. Denn an regelmäßige gemeinsame Proben ist aufgrund der Beschränkungen im Zusammenhang mit Corona leider immer noch nicht zu denken. Wie gut tut es da zu merken, dass die inaktiven Mitglieder den Chor nicht vergessen haben und ihn auch weiterhin großzügig unterstützen. Normalerweise werden die 91 inaktiven Mitglieder einmal im Jahr von einigen Vertretern des Chors besucht und im persönlichen Gespräch über die das Neueste aus dem Chorleben informiert. Da solch ein Besuch in diesem Jahr nicht ratsam war, erhielten sie nur einen Brief der Chorvorsitzenden Marlies Müller-Reuter. Trotzdem zeigten sich viele der „Inaktiven“ spendabel und überwiesen eine Spende an den Chor, der sich nun über einen Gesamtbetrag von über 700 € freuen kann. Für den Betrag können nun schon Noten für Projekte im kommenden Jahr gekauft werden. Herzlichen Dank!


15.04.2020

Der Chor ist für alle Fälle gerüstet, Sängerin nähte Schutzmasken

 

Nicht gemeinsam in der Osternacht singen zu können hat viele Mitglieder des Kirchenchors an St. Margareta geschmerzt, auch die wöchentlichen Proben fehlen ihnen. Doch auch ohne gemeinsame Chorproben bleibt der Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen in den Zeiten der Corona-Krise in Verbindung. Telefonisch, per WhatsApp oder E-Mail halten die Sänger Kontakt, und an jedem Mittwoch – dem gewohnten Probentag – schickt die Vorsitzende Marlies Müller-Reuter ihren Mitsängern einen aufmunternden Mittwochsgruß plus obligatorischem Ständchen für die Namenstagskinder der Woche – zurzeit allerdings aus dem Internet. Außerdem wird den ältesten Sängern beim Einkaufen geholfen. Neuerdings gibt es ein weiteres verbindendes Element: einheitliche Atemschutzmasken.

 

Sangesschwester Maria Herbrüggen, die seit rund 25 Jahren kunstgewerbliche Näharbeiten fertigt, kam auf die Idee Schutzmasken zu nähen, nachdem ihre in Italien lebende Schwester ihr erzählt hatte, dass es dort keinen Mundschutz mehr gebe. Baumwollstoff hatte sie noch reichlich im Vorrat; vor Jahren hatte sie ihn gekauft um daraus Bettwäsche zu nähen. Nachdem Verwandte und Freunde mit Masken versorgt waren, fiel ihr der Chor ein und sie beschloss auch den Mitsängern etwas Gutes zu tun. Sie fragte an, und die Mitsänger nahmen das Angebot freudig und dankbar an. Über 100 Schutzmasken - selbst entworfen, 20 Zentimeter breit, 38 Zentimeter hoch und mit drei Falten, so dass sie sich jedem Gesicht anpassen – haben die Sänger bereits erhalten. „Demnächst kann man uns an den Masken erkennen“, freut sich Maria Herbrüggen. Die Chorsänger freuen sich jetzt schon darauf irgendwann nach der langen Zwangspause endlich wieder gemeinsam zu singen. BU: Auch beim Proben zuhause können die Masken von Nutzen sein; sie schützen die Noten vor Niesern und feuchter Aussprache. Foto: Chor

 


12.03.2020

In bester Gesellschaft

 

„Wenn ich mich nicht darum kümmern würde, hätte mein Mann so gut wie keine sozialen Kontakte mehr“, klagen manchmal nicht nur ältere Frauen. Ein guter Rat: „Mädels, schickt Eure Männer in den Chor. Dann kommen die Männer mal raus und Ihr habt einen Abend in der Woche Eure Ruhe.“ Über kräftige Tenöre und Bässe freut beim Singen auf. Der Kirchenchor Cäcilia Neunkirchen etwa bringt auch ungeübten sich schließlich jeder Chor. Auch so mancher schmächtige Hänfling blühte schon Sängern die richtigen Flötentöne bei; und wer einmal Mitglied ist, kann sich über mangelnde Sozialkontakte nicht beklagen. Da wird nicht nur in der Probe gepfiffen und gesungen.

 

Anschließend geht es auch im Stammlokal fröhlich zu. Zudem gibt es hin und wieder im Pfarrheim einen runden Geburtstag oder ein anderes Ereignis zu feiern. Also nichts wie hin. Die Proben finden mittwochs um 20 Uhr im Pfarrheim von St. Margareta (Eingang oben am Kirchplatz) statt. Fotos: Gast


05.03.2020

Cäcilia und die "Golden Twenties"

 

Die goldenen 20er Jahre war’n eine besondere Zeit, mit Charleston und Josephine Baker zum Feiern und Flirten bereit. Nach Krieg, Inflation und Entbehrung tanzt fröhlich man auf dem Vulkan, mit Bubikopf, Jazz und Pailletten, pulsierend, mondän und spontan.

 

So wollen auch wir diesmal feiern und drehen das Zeitrad zurück. Cäcilia liebt Fastelovend und träumt doch vom goldenen Glück. (Dieter Walterscheid)